oh gee, Chicago, United States

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Releases

  • Langversion English version

    ALOIS HUBER/OH GEE feat. BAUCHKLANG
    Re:Visions on 10’’: Signs
    A: »Signs – Snuggery Mix«
    AA: »Dub Signs – Sam Gilly/House of Riddim Rmx«
    DOW 003, Dubonwax, www.dubonwax.com; www.houseofriddim.com

    Re:Visions on 10’’ sind musikalische Trips, die Vergangenheit und Zukunft zueinander rückkoppeln. Die aktuelle 10’’ ist Teil drei dieser Serie, die 2009 von Alois Huber und Oh Gee gestartet wurde.

    Für den ersten Release wurden Samples von Supermax, Österreichs Dub-Priester erster Stunde, zu psychosonischem Dubstep in Richtung Detroit Techno verarbeitet. Für das zweite Vinyl wurde die Nummer »So wie du dir das denkst, geht das nicht« der deutschen Dub Voyagers weitertradiert, diesmal versehen mit einem Mix von Sam Gilly von House of Riddim. Die 10’’ So nicht! wurde zum Sommerhit des Jahres 2011.

    Die Signs-10’’ ist nun eine zur Potenz erhobene Kondensierung der gleichnamigen Nummer der Beatboxing-Band Bauchklang aus ihrem Erfolgsalbum von 2010. Das Mastering kommt von Falm (Formation Ohne Name – FON).

    Der »Snuggery Mix« bohrt sich mit seinem stampfenden Beat als durchtriebenes Bass-Ungetüm einem Virus gleich in Hirn und Tanzhüften. Gillys Uptempo-Mix geht verspielter mit den Vocals um, verstärkt die Dub-Stimmungen des Bauchklang-Stücks, die Bassläufe schlingerngekonntins Endlose.

    Die Konstellation an Musikern, Produzenten, Inhalten und Einflüssen macht klar: Diese 10’’ ist quasi eine niederösterreichische Leistungsschau. Alois Huber, Sam Gilly, Bauchklang und Falm stammen von dort. Gleichzeitig könnte man bei Signs glauben, Niederösterreich sei ein Bundesland von Jamaika.

Alois Huber & Oh Gee feat Dub Voyagers – So ..nicht! (Snuggery RMX)Alois Huber & Oh Gee feat Dub Voyagers – So ..nicht! (Sam Gilly, House Of Riddim RMX)
  • English version

    ALOIS HUBER/OH GEE feat. DUB VOYAGERS
    Revisions on 10’’: So nicht!
    A: »So nicht! – SnuggeryRmx«
    AA: »So nicht – Sam Gilly/House of Riddim Rmx«
    DOW 002, Dubonwax, www.dubonwax.com; www.houseofriddim.com

    Alois Huber und Oh Gee als die österreichische Variante von Adrian Sherwood? Diese 10’’ ist ein gutes Beispiel dafür, zu welchen Fortschreibungen Dub und Dancehall in der Lage sind. 2004 hatte die deutsche Band Dub Voyagars die Nummer »So wie du dir das denkst, geht das nicht« aufgenommen, Huber/OhGee machen einen Remix daraus und Sam Gilly (House of Riddim) davon eine Version. Deutsche Lyrics, Bläser, relaxte Bassläufe: Das richtige Soundfutter für die Strandparty zwischen Kingston und St. Pölten. In den Details liegt die wahre Größe dieser Scheibe: Scheinbar unterschwellig werden psychedelisierende Soundexperimente eingeflochten, der Bass wummert als käme er aus dem Studio 1. Dem Gilly-Remix hört man seine Vorliebe für Roots Riddims der Marke King Tubby oder Sly Dunbar an, die Echokammer ist auf endlos schlingernde Bässe eingestellt. War der Vorgänger von Huber/Oh Gee noch am ehesten dem Dubstep verpflichtet, geht es auf dem Folgealbum zurück in die Dub-Zukunft. Der Sommerhit der Saison.

    HEINRICH DEISL, skug – Journal für Musik, Juli 2011

  • English version

    ALOIS HUBER/OH GEE feat. SUPERMAX
    Revisions on 10’’: Max
    A: »Chill Max«
    AA: »Dub Max,
    DOW 001, Dubonwax, www.dubonwax.com

    So muss das klingen! Alois Huber, heimischer Großmeister tiefstgelegter Bass-Beats, einmal mehr, mit geschichtsmächtigem Dubstep, wie er sein soll – in Co-Produktion mit Oh Gee, dem schwäbischen US Chicago Resident, Labelgründer von Dubonwax.Veröffentlicht im standesgemäßen 10’’-Format, feat. SUPERMAX - Kurt Hauenstein, Dub-Priester erster Stunde hierzulande, "Brother Max" Samplesund dann: dieser Bass. Nicht umsonst nennen sich die beiden Versionen »Chill Max« und »Dub Max«. Während erste Nummer an den von Huber bekannten, psychosonischen Ambient mit allerlei verspulten Audiohalluzinationen andockt und düstere Soundscapes à la Burial aufzieht, ist die zweite Nummer – zumindest für mich – der beste österreichische Beitrag zu Dubstep des heurigen Jahres. Hier wird Dubstep eindeutig über Dub definiert und in einen Technokontext überführt, die flirrenden Mid-Range-Sounds könnten von Drexciya in ihrer besten Phase stammen, während sich die repetetiven Beats stetig und zwingend in den Audiokörper bohren. Zäheste Lava, grollend und pulsierend. Zeit- und Raumkoordinaten vaporisiert. Gehört in jede gut sortierte Plattensammlung und in jede DJ-Tasche sowieso.

    HEINRICH DEISL, skug – Journal für Musik, Sept. 2009